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                       Operation  

Als erstes wird der Arzt eine Druckentlastung des Magens durch eine Punktion und die Schockbekämpfung vornehmen. Operiert werden sollte so schnell wie möglich (innerhalb 5 Stunden nach Beginn der Erkrankung). Hierbei werden Magen und Milz reponiert (zurück gesetzt), der Magen gründlich gespült, bei irreversibler Schädigung die Milz rausgenommen, Magenwandnekrosen (abgestorbene Gewebeteile der Magenwand) müssen entfernt werden und der Magen an der Bauchwand festgenäht, so dass ein  wiederholtes Kippen nicht möglich ist. Aber auch das ist letztendlich keine 100%tige Garantie dafür, das sich eine Magendrehung nicht wiederholen kann. Die Überlebenschance richtet sich nach dem Zeitpunkt der Operation, dem Keislaufzustand des Hundes und dem Stadium der Schädigungen an Magen, Milz und eventuell anderen inneren Organen. Selbst nach gelungener OP ist der Hund für mindestens 48h ein absoluter Intensivpatient, sein Zustand sehr kritisch, und sollte daher unter medizinischer Beobachtung bleiben.                                                                             

                                    

    Nach der OP

Hat der Hund schnell Hilfe erfahren und ist operiert worden, tritt er in ein zweites kritisches Stadium ein, indem er weiterhin gefährdet ist. Während der Magendrehung kommt es durch komplexe  Krankheitsvorgänge zur Ansammlung von Giftstoffen. Diese Giftstoffe greifen immer, trotz frühzeitig eingeleiteter intensiver Therapie, den Körper an und führen ihrerseits zu einer zusätzlichen Belastung des Kreislaufs und anderer Organe. In sehr vielen Fällen treten sofort nach der OP Herzrythmusstörungen auf, warum ist nicht genau bekannt. Sie führen sehr oft zum Tod des Tieres. In einigen Fällen lassen sich die Herzrytmusstörungen durch Gabe entsprechender Medikamente in den Griff kriegen. Erst einige Tage nach der Operation kann ein Hund als geheilt eingestuft werden.

Durch die Erkrankung ist der Magen und die Verdauung stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Deshalb gilt es jetzt und in Zukunft folgende Diätvorschriften zu beachten.

Folgende Empfehlung bekamen wir von der Tierklinik Dr. Hach in Frankfurt am Main

Erste Woche nach dem Klinikaufenthalt      

                      

        1/3 Reis, gekocht

        1/3 Hüttenkäse oder Quark

        1/3 gedünstete Möhren

     

mindestens dreimal, besser fünfmal am Tag davon eine Suppentasse geben. Geben Sie dem Futter reichlich Flüssigkeit hinzu, so das es eine suppige Konsistenz bekommt.

Alternativ kann der Reis durch Nudeln oder Kartoffeln, der Hüttenkäse durch gekochtes Hühnerfleisch oder gekochtes Rindfleisch und die Möhren durch anderes nicht blähendes Gemüse ersetzt werden.

Hat der Hund nach einer Woche keine Verdauungsbeschwerden mehr, kann nach und nach zur alten Fütterung übergegangen werden. Falls möglich sollte der Hund dann aber mindestens zweimal, besser noch drei bis fünfmal täglich gefüttert werden.

Völlig vermieden werden sollte für die Zukunft:     

    Knochen

    Trockenfutter ( falls dies wie häufig unvermeidbar ist, sollte es mind. 15 min. vor der Fütterung eingeweicht werden). Nassfutter wäre Trockenfutter schon deshalb vorzuziehen, da Trockenfutter in dem Verdacht steht die Bildung von Blasensteinen zu fördern.

    Hastiges herunter schlingen des Futters

    Große Mahlzeiten

    Große Futterbrocken

    gekochtes zerkleinertes Futter ist rohem oder gebratenem Futter und großen Futterstücken unbedingt vorzuziehen.

    Keine Zutaten verwenden die zu Blähungen führen könnten

    Achten Sie auf die ersten 4 Inhaltsstoffe des Futters, sie sollten weder Ascorbinsäure noch einen hohen Fettanteil enthalten.

 

Sie können dem Futter gekochten Reis, Nudel, Haferflocken, Möhren, Kartoffeln oder Hüttenkäse bei mischen. Wichtig ist dass, das Futter leicht zu verdauen ist.  Wenn Sie nicht die Zeit haben ständig selbst Futter zu kochen, dann lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten  z.B. Fressnapf, Superpet, Schlecker, oder ein Zoohandel ihres Vertrauens. Es ist wirklich nicht einfach das richtige Futter aus der Vielzahl der Sorten und Marken heraus zu finden. Die teuerste Marke ist nicht unbedingt die geeignetste. Sie können sich auch direkt beim Hersteller erkundigen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit  Rinti und Matzinger- Hundeflocken gemacht, zugegeben ganz billig ist es nicht.

           

 Hier einige Hersteller und Links zum Fachhandel : www.schecker.de
 Eukanuba   Royal Canin   Rinti    Pedigree