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     Balu                               stadthunde.com - die community für hundeliebhaber


 

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

Als ich Balu zum ersten mal im Tierheim Ribbesbüttel sah, war ich sofort hin und weg.

 

Es  war Liebe auf den ersten Blick.  Aber fangen wir doch am Anfang an.

Im Prinzip fing alles damit an, das ich auf dem Weg nach Hause auf einen kleinen Hund traff der mich bis vor die Haustür verfolgte. Von seinem Besitzer war weit und breit nichts zusehen. Er machte keine Anstalten mich verlassen zu wollen. Ich nahm ihn also mit in die Wohnung und begutachtete meinen Gast. Ein Halsband hatte er ja schon einmal und wirklich ungepflegt sah er auch nicht aus, eine Hundemarke hatte er allerdings nicht.  Es war schon ein drolliges kleines Kerlchen. Am nächsten Tag befragte ich meine Nachbarn ob sie wüßten wem das Kerlchen gehört, doch das erwies sich als Flop. Keiner wußte was, also rief ich bei der Polizei an und erkundigte mich ob irgendjemand einen kleinen Hund, auf dessen Beschreibung mein Gast zutraf, als vermisst oder entlaufen gemeldet hatte. Aber auch hier Fehlanzeige. Ich bekam lediglich den Hinweis den Hund im Tierheim abzugeben.  Ich dachte okay frag erstmal im Tierheim nach ob sich vielleicht dort der Besitzer gemeldet hat. Am Telefon wurde mir mitgeteilt das der Besitzer gerade dort wäre und nach seinem Hund sucht, also machte ich mich auf die Socken um den Kleinen seinem Herrchen zugeben. Die Wiedersehensfreude war auf beiden Seiten sehr groß und ausgiebig. Nachdem Herrchen und Hund gegangen waren, wollte ich mich noch etwas im Tierheim umsehen, denn nachdem meine Schäferhündin einige Wochen vorher an Alterschwäche gestorben war wollte ich wieder einen Hund. Ein Leben ohne Hund ist kein Leben, der kleine Kerl hatte mir das mit seiner drolligen, leibenswerten Art deutlich gemacht.

Als ich nun durch die Reihen der einzelnen Zwinger ging und mir die Kandidaten betrachtete, kam eine Mitarbeiterin des Tierheims auf mich zu und fragte ob ich auch Interesse an einem großen Hund hätte, einem Schäferhund? Ich bejahte eifrig. Sie führte mich zu einem Zwinger der etwas abseits und isoliert von den anderen war und sagte, "Darf ich Vorstellen, Balu". In diesem Zwinger saß der Traum eines Hundes, genauer gesagt eines Schäferhundes.  Balu war ein Bär von einem Lang-Stockhaar Schäferhund, groß und stämmig. Er schaute mich an, ich schaute ihn an und alles war klar.  Es war Liebe auf den ersten Blick.  Auf meine Frage hin, warum er denn so isoliert  von den anderen hier sitzt, wurde mir gesagt das er sich einerseits mit anderen Rüden überhaupt nicht versteht, und andererseits hatte man ihm einen recht großen Grützbeutel auf dem Rücken entfernen müßen, daher rühre auch die kahle Stelle mit der langen Narbe auf seinem Rücken. Das hatte ich noch garnicht bemerkt, so fasziniert war ich von diesem Hund. Die Mitarbeiterin erzählte mir das sich viele Interessenten an der kahlen Stelle auf seinem Rücken und der Größe von Balu gestört hätten. Okay, er war um einiges größer als andere Schäferhunde, die kahle Stelle, was soll's, irgendwann ist da auch wieder Fell drüber gewachsen. Das Rüden untereinander sich nicht unbedingt grün sind kommt öfter mal vor, doch wenn man es weiß kann man dem auch entgegen wirken.  Für mich waren das keine Argumente Balu seinem Schicksal zu überlassen.

Zwei Tage später nahm ich Balu mit nach Hause und ich habe es nie bereut.

Mit 8 Jahren mußten wir ihn dann noch Kastrieren lassen, weil seine Prostata so groß war das er nicht mehr richtig Urin absetzen konnte. Nach der Kastration ist er auseinander gegangen wie ein Hefeklos obwohl wir auf die Ernährung geachtet haben und er auch nach wie vor mit uns durch den Wald getobt ist als wäre er nicht 8 sondern erst 2 oder 3 Jahre alt. Auf seine alten Tage konnte er sich sogar noch mit unserem Kater Mikesch ( damals noch ein Baby ) anfreunden.

Mikesch spielt in Balu's Fressnapf und Balu schläft, aber nicht ohne sein Schnuffeltuch

Mit 10 Jahren bekam er dann Cauda equina ( versteifung der Rückenwirbel ) und Herzrytmusstörungen. Die Herzrytmusstörungen haben wir mit dem Medikament vetmedin ( ein Herzmedikament das speziel für Tiere entwickelt wurde) sehr gut in den Griff bekommen, die Cauda epuina mit Magnetfeldtherapie und Homöopathie. Mit 11 Jahren bekam er dann zunehmend Probleme beim absetzen des Urins, da er Harngrieß hatte. Das haben wir mit  Sabal Serrulatum D3 ( homöopathischer Katheder ), Cantaris D6, und Berberis D6 auch noch gut in den Griff bekommen.

Eines Morgens lag Balu schwer schnaufend auf seinem Hundebett, wir sind sofort mit ihm zum Tierarzt unseres Vertrauens gefahren. Diagnose Wasser in der Lunge, er bekam ein Medikament das, das Wasser aus seiner Lunge ausleiten sollte. Nachdem er das Mittel gespritzt bekommen hatte sind wir dann sofort weiter nach Bonn in die Tierklinik, unser Tierarzt hatte uns dort schon angekündigt so das wir auch schnell drann kamen.  Nach eingehender Untersuchung und Ultraschall seines Herzens wurde ihm ein Venenzugang gelegt.  Durch den Zugang bekam er ein Herzkreislaufmittel. Die Tierärztin sagte uns, das es nicht gut für unseren Bären ausschaute, er aber durchaus noch eine Chance hätte wenn er auf das Mittel anspricht und sich die Werte verbessern. Balu kam an den Tropf und nun hieß es warten. Traurig fuhren wir ohne Balu wieder nach Hause, denn er mußte über Nacht in der Tierklinik bleiben. Zu Hause angekommen, blieb uns nichts weiter übrig als zu warten. Abends dann kam ein Anruf von der Tierklinik, es ginge Balu schon besser und man müße nun schauen was die Nacht bringt. Die Nacht war schrecklich, da unsere Gedanken ständig um unser Hundetier kreisten. An Schlaf war nicht zu denken. Morgens um 8:00 rief die Tierklinik erneut an und teilte uns mit, das Balu's Kreislauf sich stabilisiert hätte, er auch schon draußen gewesen wäre, gefressen habe, und alles soweit gut aussehen würde, so das wir ihn wieder mit nach Hause nehmen könnten. In freudiger Erwartung fuhren wir zur Klinik. Als wir ankamenm gingen wir mit der Tierärztin zu Balu, dessen Zustand aber inzwischen wieder genauso schlimm wie am Vortag war. Die Tierärztin sagte sie vertünde es nicht warum sich sein Zustand wieder dermaßen verschlechtert hatte, er wäre jetzt seit 2 Stunden vom Tropf weg. Nach erneutem Abhören des Herzens schaute sie mich traurig an und meinte wir müßten nun eine Entscheidung treffen. Entweder er kommt nocheinmal an den Tropf, oder aber wir erlösen ihn. Balu bot ein Bild des Jamerns, er war nur noch am japsen und schien uns nicht wirklich zuerkennen oder wahrzunehmen. Ich fragte die Ärztin ob es denn wirklich etwas bringen würde ihn nun nochmal an den Tropf zu hängen. Sie schaute mich an und meinte, wenn es ihr Hund wäre würde sie es nicht machen, denn sehr wahrscheinlich wird sich sein Zustand nicht mehr bessern. Ich überlegte fieberhaft, dabei schossen mir die Tränen in die Augen. Balu, mein geliebter Balu hier sollte also alles enden. Ich schaute Balu an kraulte und streichelte ihn, doch er schien es nicht zu registrieren, so schlecht ging es ihm. Ich heulte Rotz und Wasser, doch es half nichts. Ich mußte jetzt und hier eine Entscheidung treffen, die für Balu das Beste war. So entschied ich mich ihn gehen zu lassen, meinen großen Knuddelbären. Wärend er die erlösende Spritze bekam und über die Regenbogenbrücke ging, hielt ich ihn in meinen Armen kraulte ihn und sagte zu ihm, das jetzt alles gut werden würde und er Tanista und Zorette wieder treffen würde, mit ihnen spielen und wieder richtig rumtoben könnte ohne das ihm etwas weh täte.

Wir nahmen Balu mit nach Hause, wo wir ihn dann an seinem Lieblingsplatz begruben.


 

Nun folgen noch einige Bilder von unserem geliebten und unvergesslichem Knuddelbären!

 

 

Na..? Was dauert denn da wieder so lange!??

Können wir jetzt bald mal los? Immer diese

Zweibeiner, die haben auf den letzten Drücker noch tausend

Sachen zu erledigen. Ich verstehe das nicht,

können die das nicht vorher machen.

 

Dann schaue ich eben mal was in Nachbars

Garten so los ist. Vielleicht gibt es da ja was

interessantes zu sehen. Hm..., sieht nicht so aus...

Schade, wenn der blöde Zaun nicht wäre könnte

ich jetzt rüber gehen und.....aber lassen wir das

mal lieber.

 

 

 

 

Balu und Tanista  

   beim Spielen

 

 

 

 

 

 

  Alter Schwede, was hab ich nen Durst

erstmal  rein, und was saufen

      

     

 

 

  Jetzt muß ich aber mal ein kleines Nickerchen halten. Und wo kann man das am besten   machen???  Na klar im Bett von meinen Zweibeinern!

 

 

 

  Darf ich

vorstellen meine kleine

Freundin Zorette

  

Mit richtigem Namen heißt sie Zora vom

Blauenborn, aber ich darf sie Zorette nennen.